Gelassener in den Urlaub starten

Auslandskranken- und Haftpflichtversicherung am wichtigsten

Viele freuen sich auf den Beginn der Ferienzeit. Sie verspricht Erlebnisse und Erholung. „Doch damit diese Zeit die schönste des Jahres wird, sollten Urlauber, bevor sie ihre Reise antreten, einen Versicherungscheck durchführen“, rät Martin Herp, im Vorstand des Bezirks München im Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK). „Die wichtigste Versicherung ist dabei die Auslandskrankenversicherung. Sie leistet bei einer Erkrankung außerhalb Deutschlands in jedem Fall und kostet zirka 10-20 Euro Jahresbeitrag für die ganze Familie.

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen nämlich im Ausland entstandene Kosten für die medizinische Behandlung nur teilweise. „Die deutschen Krankenkassen rechnen im Ausland zu ihren Sätzen ab. Doch dort können schnell zwei- bis dreifache Beträge auf den Urlauber zukommen, auf denen er dann sitzen bleibt“, sagt Martin Herp. Die Auslandskrankenversicherung springt dagegen auch ein, wenn aus dem Ausland ein medizinischer Krankenrücktransport notwendig wird. Dieser kann schon mal beispielsweise bei einem Ambulanzflug von Mallorca mit bis zu 8.000 Euro zu Buche schlagen.“

Unverzichtbar ist ebenfalls eine private Haftpflichtversicherung, die für Schäden aufkommt, die man unbeabsichtigt anderen zufügt, beispielsweise wenn man als Mountainbiker Wanderer anfährt. Diese Versicherung ist meist nur für einen zweistelligen Betrag im Jahr zu haben und schützt vor Ansprüchen anderer – und zwar nicht nur im Urlaub. Sie sollte daher in keinem Haushalt fehlen.

Versicherungsschutz für Autofahrer

Eine weitere wichtige Absicherung für den Urlaub gibt es für die Autofahrer in Form der „Grünen Karte“ kostenlos, allerdings nicht automatisch: Die Grüne Karte als internationaler Versicherungsnachweis nützt nur, wenn sie noch gültig ist. In manchen Ländern ist sie sogar vorgeschrieben und vermeidet nach einem Unfall ärgerliche Bürokratie. Dazu packt man am besten auch den ebenfalls kostenlosen Europäischen Unfallbericht ein, der ein genaues Unfallprotokoll ermöglicht. „Wegen vieler abweichender Verfahren in anderen Ländern sollte man nach einem Unfall unbedingt ein paar Euro für einen Anruf nach Deutschland investieren“, rät Martin Herp. Beim dem Zentralruf der deutschen Autoversicherer – unter Tel. 0049 180 ‑ 25 0 26 – erfährt man, welche deutsche Versicherung der Partner der Versicherung des ausländischen Unfallgegners ist und welche Verhaltensweisen (z. B. eine Unfallbegutachtung) diese nun verlangt.

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