Nasses Laub und Herbstnebel

Bei Ausrutschern helfen eigene Versicherungen

Der goldene Herbst hat nicht nur schöne Seiten: Denn nasses Herbstlaub und Nebel sind bei Autofahrern fast wie Eis und Schnee gefürchtet. Wer beim Bremsen oder in enger Kurve aus der Bahn gerät oder auffährt, muss seinen Schaden selber tragen oder die Vollkasko zahlen lassen. Dann reagiert die Kfz-Versicherung mit prompter Rabattrückstufung. „Außer man hat einen so genannten Rabattretter vereinbart“, meint Martin Herp, im Vorstand des Bezirks München im Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK). „Der ist bei den meisten Tarifen eingeschlossen oder kann gegen einen Beitragzuschlag dazu gebucht werden.“ Für den Versicherungsnehmer hat das immer den Vorteil im Schadensfall in der Schadenfreiheitsklasse nicht zurückgestuft zu werden.

Demgegenüber haben es nachlässige Grundstückseigner oder Mieter gar nicht so schlecht: Denn erfahrungsgemäß werden sie nur in sehr seltenen Fällen zur Verantwortung gezogen, wenn sie nasses Laub nicht weggeräumt haben. Sollte trotzdem ein Gericht der Klage eines Verunglückten stattgeben, ist es von Vorteil für die Beklagten, wenn ihre Nachlässigkeit nicht so weit gegangen ist, über keine eigene private Haftpflichtversicherung zu verfügen. Denn diese übernimmt die gerichtlich festgestellten Forderungen des klagenden Fußgängers oder Radfahrers.

Bei einem Mehrfamilienhaus kann auch die Grundbesitzerhaftpflicht-Versicherung, bei einem Ladenlokal die Betriebshaftpflichtversicherung die Verunglückten entschädigen. Der Gebäudeeigentümer kann aber die so genannte Verkehrssicherungspflicht, also das Freiräumen des Bürgersteigs von rutschigem, nassen Laub an seine Mieter per Hausordnung delegieren. Und dann kommt wieder die eigene private Haftpflichtversicherung ins Spiel.

Risiken absichern

Bei unvorsichtigen Radfahrern und Fußgängern sind die eigene Kranken- und die private Unfallversicherung nach einem Sturz zuständig. Bei Wegeunfällen zum Arbeitsplatz und zurück leistet die Berufsgenossenschaft, aber nur wenn man auf dem direkten Arbeitsweg zu Schaden kam. Die Radfahrerunfälle – meist an Wochenenden und Alleinunfälle – mit ihren typischen Schlüsselbeinbrüchen, Schulter- und Kopfverletzungen treten nach Feststellung der Versicherungskaufleute immer häufiger auf, da die Zahl der Mountainbiker steigt, die bei ihrem Sport risikoorientiert fahren. Eine sinnvolle Ergänzung bei solchen privaten Sportaktivitäten ist gerade deshalb eine private Unfallversicherung mit Leistungen wie Invaliditätskapital, Unfallrente oder Krankenhaustagegeld. Denn bei Ausrutschern helfen meist eigene Versicherungen am schnellsten.

 

 

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