Winterzeit gleich Einbruchszeit

In der dunklen Jahreszeit haben Einbrecher Hochkonjunktur: Denn verwaiste Wohnungen sind leicht an dunklen Fenstern auszumachen und die Bewohner beschäftigen sich in den späten Nachmittagsstunden mit Weihnachtseinkäufen oder vergnügen sich noch nach Feierabend auf dem Weihnachtsmarkt. „Es ist schlimm und beängstigend, wenn man dann nach Hause kommt und findet die Eingangstür oder die Fenster aufgebrochen, die Wohnung zerwühlt und Wertgegenstände gestohlen“, sagt Martin Herp, im Vorstand des Bezirks München im Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK).. „Schließlich gehört das eigene Heim zum innersten Kern des privaten Lebens, das Fremde dann verletzt haben.“

Neben diesem Schock haben Betroffene den Verlust zu beklagen: Einbrecher sind in der Regel nicht sehr wählerisch. Sie nehmen alles mit, was sich schnell transportieren und leicht verkaufen lässt, wie Schmuck, Smartphones, Laptops und natürlich auch Bargeld. Laut Statistik wird in Deutschland alle zwei Minuten eingebrochen und dabei ein Schaden von durchschnittlich 2.500 Euro verursacht.

„Ist man Leidtragender eines Einbruchs, kommt nur die eigene Hausratversicherung für die finanzielle Entschädigung auf“, informiert Herp. „Sie übernimmt die Wiederbeschaffungskosten für gestohlene Gegenstände und erstattet die Kosten für Reparaturmaßnahmen der aufgebrochenen Fenster, Türen und sonstige Vandalismusschäden. In der Regel decken die Policen auch zeitweilige Übernachtungskosten ab, wenn die Wohnung so verwüstet wurde, dass sie erstmal unbewohnbar ist.“

Immerhin haben schon 77 Prozent aller Haushalte eine solche Hausratpolice abgeschlossen. „Dennoch sollte die Versicherungssumme in angemessenen Zeiträumen überprüft werden. Schließlich verändert sich der Versicherungswert des eigenen Hausstands mit dazu gekauften Gütern in den Jahren“, so Herp. Als Richtwert gelten 650 Euro pro Quadratmeter Wohnungsfläche, um die richtige Versicherungssumme zu berechnen und nicht unterversichert zu sein. Über Details informierten die Versicherungskaufleute.

Was viele Versicherte nicht wissen, ist, dass die Hausratversicherung auch als eine Außenversicherung Schäden abdeckt. Denn wenn jemandem draußen mit Gewalt etwas geraubt wird (Raubüberfall), kommt sie auch für Schäden auf, maximal aber für zehn Prozent der Hausrat-Versicherungssumme. Bei Bargeld liegt das Limit je nach Vertrag bei maximal 1.000 Euro. Ein Angriff auf die Person oder schon die Androhung von Gewalt reichen aus, damit die Hausratversicherung für den Schadenersatz zuständig ist.

Die Gefahr des Einbruchs in der dunklen Jahreszeit lässt sich übrigens mit relativ einfachen Mitteln verringern: Durch mit Zeitschaltuhren gesteuerte Lampen und Radios. Dann erweckt eine leere Wohnung für Einbrecher nicht den Eindruck, dass sie unbewohnt ist.
 

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