Private Krankenversicherung – Wechsel in einen preiswerten Tarif

Privat Krankenversicherte dürfen per Gesetz jederzeit in einen gleichartigen Tarif bei der bisherigen Versicherung wechseln. Der Kunde muss dann keine erneute Gesundheitsprüfung auf sich nehmen. Es kann somit zu keinen gesundheitsbedingten Leistungsausschlüssen oder Beitragszuschlägen kommen. Laut einer aktuellen Umfrage der Zeitschrift Finanztest sparen Kunden durch einen Tarifwechsel bei ihrem Versicherer zwischen 100 und 500 Euro Beitrag pro Monat.

Wechselrecht für alle Kunden

Aus Paragraph 204 des Versicherungsvertragsgesetzes geht das Recht auf einen Wechsel in einen Tarif mit gleichartigen Leistungen hervor. So darf ein Kunde, der bisher eine Police für ambulante, stationäre und zahnärztliche Heilbehandlung hat, in jeden anderen Tarif seines Versicherers wechseln, der diese Leistungsbereiche auf gleiche Art abdeckt.

Der Paragraph besagt auch, dass dem Versicherten die Rückstellungen fürs Alter, die aus seinen Beiträgen gebildet wurden, erhalten bleiben. Viele Versicherer erschweren ihren Kunden einen Wechsel in einen preiswerteren Tarif. Ein solcher verlief nur bei jedem siebten der von Finanztest Befragten problemlos. Der Großteil stieß zumindest beim ersten Versuch auf Widerstand.

Die Versicherer sind verpflichtet, ihre Kunden bei jeder Beitragserhöhung auf das Wechselrecht schriftlich aufmerksam zu machen. Versicherten über 60 müssen zudem für einen Wechsel geeignete Tarife genannt werden.

Wann ist eine Gesundheitsprüfung zulässig?

Wie eingangs erwähnt, darf der Kunde bei einem Wechsel in einen gleichartigen Tarif nicht zu einem Gesundheitscheck angehalten werden. Einem solchen muss er sich nur unterziehen, wenn der neue Tarif gegenüber dem alten mehr Leistungen enthält. Die Gesundheitsprüfung darf sich dann nur auf diese neuen Leistungen beziehen. Nur für diese darf der Versicherer einen neuen Risikozuschlag und eine Wartezeit erheben. Voraussetzung ist das Vorliegen bestimmter aktueller oder vergangener Erkrankungen.

Wird ein Kunde mit einem Risikozuschlag konfrontiert, kann er diesen durch einen Leistungsausschluss umgehen. Bietet der neue Tarif beispielsweise ein Einbettzimmer im Krankenhaus, kann der Kunde sparen, indem er diese Leistung durch eine Unterbringung im Zweibettzimmer ersetzt und somit seine Beiträge senkt.

Quelle: www.krankenversicherung.net

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