Im kühlen Nass gut versichert

Hitze und Badespass:

In diesen schwülen Sommertagen versprechen sich viele wohltuende Abkühlung in Freibädern oder Badeseen. Doch der Badespass kann einem durch ungewollte Unfälle und Diebstähle schnell verleidet werden. „Dann schützen weder umsichtiges Verhalten, noch der Verzicht auf Mitnahme von Wertsachen gegen diese Malaisen. Ihre Folgen können aber besondere Versicherungen abmildern“, wie Martin Herp und der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) sagt.

Zuallererst entschädigt die private Haftpflichtversicherung Schäden, die man ungewollt anderen zugefügt hat. Das kann bis zu einem hohen sechsstelligen Betrag für eine Leibrente führen, wenn man beispielsweise beim Springen in das Schwimmbecken versehentlich einen anderen Schwimmer schwer verletzt hat. Private Haftpflichtversicherungen kosten zirka 50 – 80 Euro im Jahr und sollten in keinem Haushalt fehlen.

Die Hausratversicherung ersetzt auch Schäden im außerhäuslichen Bereich, beispielsweise wenn man am abgelegenen Badesee Opfer eines Raubes wurde. Hier sind jedoch immer die besonderen Begleitumstände wichtig, welche den Tatbestand des Raubes vom „einfachen Diebstahl“ trennen, der meistens nicht versichert ist.

Die privaten Unfallversicherungen helfen schließlich bei den finanziellen Folgen eines eigenen Unfalls. „Schwimmen ist ein privates Freizeitvergnügen. Daher wird die gesetzliche Unfallversicherung nicht leisten“, informiert Martin Herp. „Damit also bei bleibenden Gesundheitsschäden nach einem Unfall finanzielle Hilfe sichergestellt ist, sollte eine private Unfallversicherung vorhanden sein, insbesondere bei Kindern, die sich aus Badefreude verständlicherweise manchmal unkontrolliert im Schwimmbad verhalten.“

Einen Tipp haben noch Herp und Kollegen: Waren bei dem Badeunfall Alkohol oder andere Drogen im Spiel, kann die private Unfallversicherung die Zahlungen verweigern bzw. der Versicherungskunde muss beweisen, dass der Unfall auch ohne Alkohol eingetreten wäre, damit er seine vereinbarten Leistungen erhält. Auch ansonsten ist von einem beschwipsten Baden dringend abzuraten. Denn so mancher bezahlte schon mit seinem Leben, weil er alkoholisiert ins Wasser stieg, sich überschätzte und unterging.

 

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